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Hidden & Dangerous Deluxe


> Editor-Tipps

Hidden & Dangerous Deluxe - Das Remake

Nach dem doch erstaunlich großen Erfolg von Hidden & Dangerous, entschloss sich eine kleine Gruppe an Programmieren, "Lonely Cat Games", das Spiel general zu überholen, und wieder war es der Publisher Take2, der im April 2002 "Hidden & Dangerous Deluxe" veröffentlichten. Mit der Genehmigung von Illusion Softworks überarbeiteten die Jungs von Lonely Cat Games in ihrem erstlings Projekt die meisten der Texturen aus Hidden & Dangerous 1, verbesserten den Code, damit das Spiel fehlerfrei läuft, packten das Hauptspiel und die Mission-CD zusammen und vor allem: Sie schrieben noch einen Mission-Editor, der es nun endlich ermöglichte, zumindest die vorhandenen Karten nach Belieben zu verändern und somit neue AddOns zu erstellen.

H&D Deluxe und H&D 1 im Vergleich

Positive Veränderungen:
Sämtliche Spieler-Modelle wurden überarbeitet. Das gilt aber nicht für die Autos oder andere Models. Es gibt jetzt keine "toten Rucksäcke" mehr, sondern die normalen Toten sowie Blut. Verfassungsfeindliche Symbole wurden diesmal besser gelöscht, so hat man z.B. kein leeres Bild mehr vor sich hängen, sondern es wurde durch ein anderes ausgetauscht. Die gesamte Beleuchtung wurde neu programmiert und sämtliche Modelle können jetzt auch Schatten werfen (die sogar sehr gut gelungen sind und realistischer als in anderen Spielen aussehen). In praktisch jeder Mission gibt es Veränderungen der Gegnerrouten. So z.B. sind in der ersten Mission nun auch unter der Brücke in dem Durchgang Gegner zu finden.
Weiterhin wurden z.B. das Boot jetzt so verändert das dieses auch explodieren kann. Waffensounds wurden überarbeitet und es gibt jetzt auch Hall wenn man zwischen einem Auto und einer Wand durchläuft. Es sind wie gewohnt alle Missionen erst unanwählbar bis man diese freigespielt hat, dies gilt allerdings auch für die "Fight for Freedom"-Missionen. Also muss man erst die Missionen vom Hauptspiel beenden, um dann die Zusatzmissionen spielen zu können. Hinzugekommen bei einem Multispiel ist die Möglichkeit, per Voice-Chat mit den anderen zu kommunizieren. Laden und Speichern im Spiel selbst wurden erheblich beschleunigt. Die Killermission "Kristallfalke" ist jetzt mit guten Frame-Raten zu spielen. Einige Texturen wurden verändert, bzw. im wahrsten Sinne des Wortes aufpoliert.

Negative Veränderungen:
Fangen wir ebenfalls mit den Texturen an. Die Panzertexturen wurden jetzt alle auf spiegelnd gesetzt. Wenn das realistisch ist, ist es kein Wunder das jeder Bomber die abzielen konnte. Gleiches gilt für die Wassertexturen. Es sieht immer so aus als ob die Exxon Valdez gleich um die nächste Flussgabelung vor Anker liegt. Es wäre ja nicht so schlimm, wenn sich wenigstens der Himmel im Wasser Spiegel würde, aber weit gefehlt.
Die verbesserte Insanity Engine ist prima, so kann man jetzt endlich z.B. bei der Schleusen-Karte bis zum anderen Ende der Karte schauen ohne das es ruckelt. ABER dieses Feature (max viewdistance) muss in den Karten selber eingestellt werden, und genau das habe die Jungs von Lonely Cat Games nicht getan Also wieder die beschränkte Sichtweise, außer man ändert die Karten selbständig im Editor. Von den Multiplayer-Verbindungsmöglichkeiten mussten die Nullmodemverbindung sowie die Verbindung mit Hilfe des Telefons weichen. Grafik und Sound sind in Ordnung, aber man sollte nicht zuviel erwarten, denn bei der Hardware-Konfiguration kann man zwar komprimierte Texturen auswählen, aber glaubt nicht das man diese irgendwo zu finden gedenkt . Beim Sound gibt es kein EAX oder A3D oder Digital Dolby. Bei einigen Texturen stimmt die Alpha-skin noch nicht. Insgesamt wirkt das Spiel im Gegensatz zum Vorgänger VIEL zu hell!! Z.B. die allererste Mission soll um ca. 5:00 Uhr spielen, dies bei regen (der auch nicht mehr danach aussieht), also bei bedecktem Himmel. Trotzdem wird ständig ein Schatten von den Spielern geworfen.
Im Verlauf des Spiels fallen noch ein paar "Bugs" auf. So z.B. in der Peenemünde-Mission, wo der Panzer von hinten ankommt. Dieser kann zwar jetzt während der fährt auf einem schießen aber in der nächsten Kurve fährt er einfach geradeaus, den Hügel hoch und parkt dort. Oder in der Piemonte-Mission kann man ja einen wunderschönen Mond anschauen. Aber nur solange man nicht das Fernglas oder die Sniper benutzt, denn da ist er nicht zu sehen. Leider wurde die Endsequenz aus FFF rausgeschmissen. Jetzt ist nur noch die von H&D drin.

Der Editor

Der Editor ist prinzipiell einfach zu bedienen. Zuerst müssen alle Dateien mit "WinRAR" entpackt werden (Näheres in unserer Hilfe-Datei im Editing-Bereich auf der Site). Der Editor gibt einem die Möglichkeit BESTEHENDE Missionen zu verändern. So kann man die Wegrouten der Wachen verändern Autos, Panzer hinzufügen. Aber das Gelände kann man damit nicht verändern. Dafür gibt es aber die Plugins für "3D Max 3.x".
Ansonsten kann man sich den Editor eigentlich so vorstellen, als wenn man das Spiel selber startet und man überall herumfliegen kann und einfach per point & klick die Angaben der Entities verändern kann. Am ehesten kommt wohl noch ein Quakeengine-Editor zum Vergleich in Frage. Halt nur ohne xy & z view. Um sich in den Editor einzuarbeiten, sollte man am besten in unseren Editor-Bereich auf der Site schauen. Hier hat Lars auch ein Tutorial geschrieben, mit dem man die Grundbefehle ganz gut zu verstehen lernt. Die Sprache des Editors ist komplett auf englisch.

Das Fazit

Allen in allem ist Hidden & Dangerous Deluxe eine gut gelungene Überarbeitung des Klassikers Hidden & Dangerous. Vor allem der Editor hat mittlerweile schon einige gute AddOns entstehen lassen, die sich natürlich nur mit Hidden & Dangerous Deluxe spielen lassen. Außerdem hat Take2 das Spiel nach dem Release von Hidden & Dangerous 2 als komplette Vollversion inklusive Editor als kostenlosen Download freigegeben. Wer es also noch nicht sein Eigen nennt und eine schnelle Internetverbindung hat, sollte sich das Spiel unbedingt runterladen.

System-Voraussetzungen

Prozessor: 800 MHz oder schneller
Arbeitspeicher: 128 MB oder mehr
Grafik: 3D-Grafikkarte mit 32 MB Speicher oder mehr
Das Spiel läuft auch schon auf älteren PCs, allerdings müssen dafür alle zusätzlichen Effekte ausgeschaltet und auf niedrigster Auflösung gespielt werden. Auf einem PII mit 300 MHz und 64 MB Arbeitsspeicher, sowie 16 MB 3D-Grafik sind die meisten Missionen bereits flüssig spielbar.



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